Symposium zur Politischen Ökonomie und Sicherheit 2011

"Politische Ökonomie und Sicherheit", 05. - 06. Okt. 2011 in Hamburg
Organisiert vom ISIP zu Ehren von Fritz Sack im Gästehaus der Universität Hamburg

It´s the economy, stupid – mit diesem Clinton-Zitat lassen sich eindrücklich die gesellschaftlichen Strukturwandlungen seit den 1980er Jahren auf den Punkt bringen. Der „ökonomische Imperialismus“ (G.S. Becker), durch den alle außerökonomischen Bereiche als Märkte begriffen und nach dem Vorbild der Ökonomie umgestaltet werden, hat sich längst durchgesetzt. Das ökonomische Denken kolonisiert alle sozialen Felder und hat deren Funktionsmechanismen umgeschrieben. Dem Markt und den ökonomischen Gestaltungsprinzipien wird eine über das Wirtschaften weit hinausreichende Überlegenheit zugeschrieben, gesellschaftliche Prozesse besser – effektiver und effizienter – zu steuern.

Symposium zur Exklusion 2006

"Das exkludierte Andere und wir", 22.-24. Sept. 2006 in Hamburg
Organisiert vom ISIP zu Ehren von Fritz Sack und Rüdiger Lautmann

Als Niklas Luhmann Inklusion und Exklusion Mitte der 1990er Jahre nach seinen Eindrücken brasilianischer Favelas zur Leitdifferenz des 21. Jahrhunderts erklärte, bekam die Diskussion über die Grenzen von Zugehörigkeit neuen Auftrieb. Die Bandbreite möglicher Exklusionsdiagnosen reicht dabei von temporären sozialen Prekarisierungstendenzen bis hin zum totalen Ausschluss. Einigkeit besteht weitgehend darüber, dass die gegenwärtigen sozialökonomischen Verhältnisse eher Exklusion als disziplinierenden Einschluss befördern. Wir haben es daher mit einer ganzen Reihe von »Grenzwachen« zum Anderen zu tun.

Symposium zur Neuen Straflust 2003

"Die neue Straflust", Symposium des Arbeitskreises Junger Kriminologen (AJK) vom 11. bis 13. September 2003 im Haus Rissen, 22559 Hamburg

Der Ruf nach härteren Strafen flackert allerorten auf. Ob in den markigen Worten des Bundeskanzlers «Wegschließen, und zwar für immer» oder in den Wahlkampfparolen des rechten Parteienspektrums. Die Politik greift damit Punitivierungen in den Bevölkerungsmeinungen auf, die einen zu laschen Umgang mit Straftätern und eine überbordende Kriminalitätsbedrohung anklagen. Auch angeheizt durch Medienberichterstattungen zu spektakulären Verbrechen artikulieren sich Strafbedürfnisse als Ausdruck von Kriminalitätsfurcht.